Stahl, Stadt, Segway – Die Auszubildenden von HAHNER Technik auf Entdeckungstour durch Fulda
Zum Auftakt des neuen Ausbildungsjahres ging es für die Auszubildenden von HAHNER Technik auf eine Segway-Tour durch die Domstadt. Dabei erlebten sie, wie aus guter Planung, technischem Know-how und Teamarbeit Bauwerke entstehen, die Fulda sichtbar mitgestalten.
Mit dem Ausbildungsstart am 1. August begrüßte HAHNER Technik fünf neue Auszubildende und einen FOS-Praktikanten im Team. Kiara Stock beginnt ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement, während Paulina Klug im firmeneigenen Konstruktionsbüro den Beruf der Technischen Systemplanerin erlernt. Leon Schneider, Elias Maul und Johan Stanetzky starten mit ihrer Ausbildung zum Metallbauer und David Pribil absolviert sein FOS-Praktikum im Bereich Metallbau.
Zum Start ins neue Ausbildungsjahr ging es für alle Azubis von HAHNER Technik auf Segway-Tour durch Fulda. Zusammen mit Geschäftsführer Bernhard Hahner und Ausbilderin Jennifer Kreß fuhren sie verschiedene Projekte an, bei denen HAHNER Technik mitgewirkt hat. Dabei gab es nicht nur Spannendes über die einzelnen Baustellen zu erfahren, sondern auch die Gelegenheit, sich untereinander besser kennenzulernen.
Maßarbeit im historischen Bestand
Die Route umfasste zehn markante Stationen. Gleich zu Beginn wurden am Beispiel der Hauptgeschäftsstelle der Fuldaer Sparkasse die Herausforderungen beim Bauen im historischen Bestand verdeutlicht. Bernhard Hahner schilderte anschaulich, wie das Team schwere Stahlträger Stück für Stück in das Gebäude brachte, um die alten Wände sicher abzufangen und die Bausubstanz nicht zu gefährden. „Mit großem Gerät kommst du in so ein Gebäude gar nicht rein. Das heißt, wir haben die Träger von Hand und mit Seilzügen im Gebäude bewegt – und das alles, ohne dass die historische Substanz leidet oder eine Wand nachgibt“, erinnerte sich Bernhard Hahner.

Ähnlich anspruchsvoll war die Arbeit an der Passage zum halben Mond. Zwischen den historischen Gebäuden, in denen kaum ein Winkel dem anderen gleicht, entstand dort ein großes Glasdach über dem Innenhof. Dafür war echte Maßarbeit gefragt. Denn für die filigrane Stahlkonstruktion wurde jede Stütze einzeln angefertigt und exakt eingemessen. Da die Glasscheiben bereits hergestellt waren, als die Montage der Stahlkonstruktion begann, musste von Anfang an jedes Maß und jedes Detail stimmen, erklärte Bernhard Hahner den jungen Menschen.
Anschließend fuhr die Gruppe zum Fuldaer Stadtschloss. Dort ging der Blick nach oben, zur Turmhaube, die HAHNER Technik originalgetreu für den historischen Turm nachgebaut hatte. „Das Montagekonzept war uns völlig freigestellt“, erklärte der Geschäftsführer den Auszubildenden. „Wir haben uns entschieden, alles am Boden vorzumontieren und das fertige Teil mit einem großen Kran in einem Stück nach oben zu heben. Das Spannende daran ist immer: Geht das, was du dir vorher überlegt hast, in der Realität wirklich auf?“ Damit die Konstruktion auch dem Wetter über Jahrzehnte standhält, wurde sie bereits vor dem Aufsetzen auf den Turm vollständig gegen Korrosion geschützt. Sogar im Inneren der Konstruktion kam Epoxidharz zum Einsatz, um die Bauteile dauerhaft zu schützen.
Brückenschlag und Erholung am Wasser
Neben der innerstädtischen Architektur standen auch Projekte an den Fuldaauen auf dem Programm. Die neue Rad- und Fußgängerbrücke am Rosenbad etwa verdeutlicht, wie viel Planung hinter einer scheinbar einfachen Verbindung steckt. Denn der Aufbau stellte das Team vor besondere Anforderungen. „Bei einer Montage über dem Wasser muss jeder Schritt genau geplant sein. Deshalb haben wir die Elemente weitgehend am Ufer vormontiert und anschließend an ihren Platz gebracht“, berichtete Bernhard Hahner.
Den nächsten Stopp legte die Gruppe beim Aueweiher ein. Hier hat HAHNER Technik im Rahmen der Landesgartenschau einen ganz anderen Ort am Wasser geschaffen: die neuen Uferbalkone. Unter den Uferbalkonen steckt eine Stahlkonstruktion. Diese ruht auf Schraubpfählen, die im weichen Uferboden verankert sind. Die Montage fiel in den tiefsten Winter. Schnee, Kälte und der schlammige Untergrund machten auch hier die Arbeit für die Monteure besonders herausfordernd. Damit sie an die Baustelle herankamen, arbeiteten sie teilweise sogar mit Anglerhosen bekleidet vom Wasser aus. Doch er Einsatz hat sich gelohnt. „Das ist ein wunderschöner Ort geworden, einfach ein Geschenk für die Stadt und eine richtig gute Investition in unsere Region“, freute sich Bernhard Hahner beim Halt am Wasser. Zugleich appellierte er an alle, die den Aueweiher besuchen, sorgsam mit diesem Ort umzugehen, damit er auch langfristig erhalten bleibt.

Viel gesehen, gemeinsam erlebt
Der Ausflug durch Fulda kam bei den Auszubildenden gut an. Die Fahrt mit dem Segway machte Spaß und nebenbei gab es viel Neues über den eigenen Ausbildungsbetrieb zu erfahren. Gerade am Anfang der Ausbildung ist es spannend zu sehen, was aus der Arbeit in der Werkstatt später mal wird. Zudem wurde für die Auszubildenden an den einzelnen Stationen deutlich, wie sehr HAHNER Technik das Stadtbild von Fulda mitgestaltet. „Von außen sieht vieles ganz selbstverständlich aus. Erst durch die Tour merkt man, wie viel Arbeit und Planung in so einer Konstruktion steckt“, bestätigte Chantal Schmidt, die sich im 3. Ausbildungsjahr zur Kauffrau für Büromanagement befindet. Direkt vor den Gebäuden zu stehen und die Geschichten dahinter zu erfahren, machte die Tour für die Gruppe junger Menschen besonders anschaulich. „Die Fahrt durch Fulda war mal etwas anderes als der normale Start in die Ausbildung. Besonders cool war es, direkt vor den Projekten zu stehen und die Geschichten dazu zu hören“, freute sich Maurice Frank (2. Ausbildungsjahr zum Kaufmann für Büromanagement).
„Der Azubi-Ausflug hat mir sehr viel Spaß gemacht. Zu sehen, wie Projekte umgesetzt aussehen können, fand ich besonders spannend und auch die Entstehungsgeschichten hinter vielen Projekten“, berichtete Paulina Klug (Auszubildende zur Technischen Systemplanerin im 1. Ausbildungsjahr). „Es war sehr interessant zu sehen, an wie vielen Projekten man täglich vorbeiläuft. Mich hat die Schlossturmhaube mit ihrer Größe ganz besonders beeindruckt. Auch der gemeinsame Abschluss hat mir viel Freude bereitet.“
Beim gemeinsamen Abschlussessen im Haus of Kebab im Emaillierwerk war noch Zeit, über die Stationen des Tages und die vielen neuen Eindrücke zu sprechen. Bernhard Hahner machte dabei noch einmal deutlich, wie wichtig das Zusammenspiel im Team ist: „Solche Projekte setzen wir nur um, wenn alle Hand in Hand arbeiten. Jede und jeder Einzelne in unserem Team trägt einen wichtigen Teil zum Erfolg bei,“ gab er den Auszubildenden mit auf den Weg.

Wer für das kommende Jahr noch den passenden Ausbildungsplatz sucht, um beruflich durchzustarten, findet alle Informationen im Karriereportal. Das Angebot bei HAHNER Technik ist vielseitig: Von der Ausbildung zum Metallbauer (m/w/d) oder Technischen Systemplaner (m/w/d) bis hin zur Kauffrau oder zum Kaufmann für Büromanagement stehen viele Wege offen.
HAHNER Technik / Manuel Raab