25 Jahre Hessentagsturm Dietzenbach: Ein Wahrzeichen aus unserer Fertigungshalle
Seit 25 Jahren steht der Hessentagsturm auf dem Wingertsberg in Dietzenbach. Am 18. Mai 2001 feierte die Stadt seine Eröffnung. Den größten Teil der Stahlkonstruktion fertigte unser Team in Petersberg-Böckels an. Anschließend bereiteten wir die Bauteile für den Transport nach Dietzenbach vor.
Bis der Turm stehen konnte, gab es in Dietzenbach jedoch heftige Diskussionen. Doch der damalige Bürgermeister Jürgen Heyer hielt an dem Vorhaben fest. Der Entwurf stammte von dem Frankfurter Architekten Prof. Wolfgang Rang. Er entwarf eine schlanke Stahlkonstruktion mit spiralförmiger Treppe und einem Speichenrad an der Spitze. „Ballett der Bewegung“ nannte der Architekt sein Bauwerk. Bernhard Hahner und das Team von HAHNER Technik, früher noch Hahner Stahlbau, übernahmen die bauliche Umsetzung.
In Petersberg gefertigt, in Dietzenbach aufgestellt
Die seitlich versetzte Aussichtsplattform stellte besondere Anforderungen an die Statik des 33 Meter hohen und rund 50 Tonnen schweren Turms. Der Tragwerksplaner Prof. Hans-Georg Reinke berechnete die Kipp- und Verdrehkräfte der schlanken Stahlkonstruktion, um die Standsicherheit des Bauwerks zu gewährleisten. Eine weitere Herausforderung des Projekts bestand darin, dass für den Bau nur zweieinhalb Monate zur Verfügung standen.

In unserer Werkhalle in Petersberg fertigten wir den Treppenaufgang mit Podest sowie die Geländer und den Eingangsbereich vor. Ein Schwerlasttransporter brachte die Konstruktion dann in der Nacht zum 4. Mai 2001 über die A66 und die B45 nach Dietzenbach. Vor Ort führte unser Team einen Teil der Montage noch am liegenden Turm aus, bevor zwei Autokräne ihn aufrichteten und in das vorbereitete Stahlbetonfundament setzten. Anschließend erfolgte die Montage des Speichenrads.
Das Rad an der Spitze benötigte allerdings etwas Nacharbeit. Die ursprüngliche Konstruktion bot dem Wind zu wenig Widerstand, um es wie vorgesehen anzutreiben. Doch mit eigens konstruierten Metallsegeln erhielt der Wind schließlich die nötige Angriffsfläche und dreht sich seitdem bis heute.
Die Baugeschichte kehrt zurück
Zur Eröffnung der Ausstellung „25 Jahre – der Turm feiert!“ am 12. Oktober 2026 waren Bernhard Hahner, Jürgen Heyer und Wolfgang Rang im Rathaus-Center zu Gast. Ralf Spiegel von der städtischen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hat die Geschichte des Turms recherchiert und dafür auch mit den Beteiligten von damals gesprochen. Die Ausstellung erzählt vom Bau und den Diskussionen im Vorfeld. Auch Entwürfe, die nie umgesetzt wurden, sind dort zu sehen.
Seit einem Vierteljahrhundert gehört der Turm zum Stadtbild von Dietzenbach. Doch für uns bleibt er mit der Arbeit unseres Teams in Petersberg verbunden, wo ein Großteil der Konstruktion entstand. Zum Jubiläum gilt unser Dank den Kolleginnen und Kollegen von damals, die den Entwurf in Stahl umgesetzt und den Turm auf dem Wingertsberg montiert haben. Sie haben an einem Bauwerk mitgearbeitet, das die Menschen bis heute nach Dietzenbach führt.


